In diesem Schuljahr hatte ich die Möglichkeit, vom 27. Februar bis zum 27. März im Rahmen eines Erasmus+-Programms einen Monat in Appingedam in den Niederlanden zu verbringen. Für die Niederlande habe ich mich entschieden, da ich selbst zur Hälfte Niederländerin bin und unter anderem meine Sprachkenntnisse verbessern wollte. Ich durfte dort eine wunderschöne Zeit verbringen, habe viele schöne Momente erlebt und konnte neue, internationale Freundschaften schließen. Für die gesammelten Erfahrungen bin ich sehr dankbar und möchte euch hier etwas mehr darüber erzählen:
In den Niederlanden besuchte ich die Schule VO Eemsdelta. Da das Schulsystem dort anders ist, war ich erst in der 3. Klasse. (Die Volksschulzeit ist dort viel länger) Ich bemerkte schnell sehr viele Unterschiede zum Werndlpark bzw. generell zu österreichischen Schulen. Was mich sehr gefreut hat ist, dass man in niederländischen Schulen keine Hausschuhe tragen muss : ) Auch der Unterricht war anders gestaltet: Viele Lehrer*innen arbeiteten mit Power-Point Präsentationen und im Unterricht musste man oft Aufgaben alleine lösen. Dies kann sowohl Vor- als auch Nachteile haben, man wird zwar mehr dazu motiviert, wirklich direkt mit zu lernen und alles auch zu verstehen, allerdings fühlte ich mich ins kalte Wasser geworfen, da das Verstehen eines neuen Themas auch direkt am Anfang erwartet wurde. Soweit ich weiß gibt es keine “Haupt-” und “Nebenfächer", sondern Schularbeiten und generell fast alle Prüfungen haben in jedem Fach denselben Stellenwert. Es wurden also auch Schularbeiten-ähnliche Prüfungen in Fächern wie Physik, Biologie, Wirtschaft, etc. geschrieben. Meine Schule hat mir generell sehr gut gefallen, da sie sehr modern war und das Gebäude schön gestaltet war.
Meine Gastfamilie hat mich von Tag 1 an sehr liebevoll aufgenommen und ich wurde, obwohl wir uns am Anfang ja gar nicht kannten, herzlich begrüßt. Wofür ich sehr dankbar war, ist, dass meine Gastschwester Jessa mich zu all ihren Hobbys mitgenommen hat und direkt in ihre Freundesgruppe integriert hat. Mit meiner Gastfamilie durfte ich auch verschiedene Ausflüge machen, unter anderem in die Stadt Groningen. Als perfekten Abschluss meines Aufenthalts verbrachten wir gemeinsam ein Wochenende in Amsterdam. Der Abschied von meiner Gastfamilie und meinen Freunden rückte schnell näher und fiel mir besonders schwer.
Meine Zeit in den Niederlanden ist schnell vergangen und ich bin sehr dankbar, dass mir die Möglichkeit für diesen Aufenthalt gegeben wurde, für alle Erfahrungen die ich sammeln durfte und Freundschaften, die ich schließen durfte. Ich würde die Teilnahme an einem solchen Projekt unbedingt jedem weiter empfehlen. Danke für diese Möglichkeit!
